Die Wildkamera Seissiger Special Cam 3 Classic HD im Test

Wir haben uns die Seissiger Special-Cam 3 Classic mal genauer angesehen. Bei dieser Wildkamera handelt es sich um ein „noch“ eher unbekannteres Modell, im Vergleich zu den handelsüblichen Wildkameras, die einem bei Amazon nur zu ins Gesicht springen. Mit dem BlackFlash Biltz lassen sich hochauflösende Bilder mit 12 MP aufnehmen, sowie Videos in einer brillanten Full-HD Qualität.

Seissiger Special Cam 3 Classic
Bildquelle: wildkamera-tests.net

Der große Vorteil aber bei dieser Wildkamera ist nicht nur eine herausragende Bild- und Verarbeitungsqualität, sondern auch das nette Zubehör, welches die Kamera sofort einsatzbereit macht. Warum wir von der Seissiger Special Cam 3 Classic so überzeugt sind und warum sich ein Kauf durchaus lohnt, erfahren Sie in diesem Testbericht.


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Erster Eindruck und Lieferumfang

Der erste Eindruck beim Auspacken der Seissiger Special Cam 3 war durchaus positiv. Ein bisschen wie Weihnachten kommt es einem vor, wenn man das ganze Zubehör sieht, welches im Lieferumfang enthalten ist. Neben der Wildkamera an sich bekommt man nämlich noch eine 8 GB SDHC-Karte, auf der die Bilder und Videos gespeichert werden. Daneben gibt es noch 12 AA Batterien, ein USB-Kabel und einen Gurt zur Befestigung am Baum. Super toll, da man nicht gezwungen ist neben der Wildkamera noch extra Zubehör zu besorgen und so gesehen sofort loslegen kann.

Leider mussten wir feststellen, dass uns die falsche Bedienungsanleitung beigelegt wurde, nämlich die von der 8 MP Version. Eigentlich stellt das gar kein Problem da, da die Anleitung zur Menüführung ja gleich bleibt, lediglich ein paar Angaben weichen ab.

Seissiger Special Cam 3 Classic HD
Bildquelle: wildkamera-tests.net
  • Seissiger Special Cam 3 Classic
  • 12 AA Batterien, sogar von Seissiger
  • 8 GB SDHC-Speicherkarte
  • Baumgurt mit Klipp
  • USB-Kabel
  • Bedienungsanleitung

Ist die Wildkamera wirklich sofort einsatzbereit?

Dank des Baumgurtes, den mitgelieferten Batterien und der SD-Karte kann man so gesehen sofort loslegen. Die Seissiger Special Cam 3 Classic ist zwar einsatzbereit, das stimmt, allerdings fehlen hier noch ein paar Sicherheitsvorgänge, bevor die Wildkamera sicher in den Wald gehängt werden kann.

Seissiger Special Cam 3 von hinten
Vorrichtung für ein Kabelschloss, darunter für den Baumgurt. Bildquelle: wildkamera-tests.net

Die Seissiger Special Cam lässt sich mit dem Gurt super aufhängen, allerdings kann dieser Gurt auch von jeder beliebigen Person wieder abgehangen werden, dieser verfügt nämlich bloß über einen Klippverschluss. Auch lässt sich die Wildkamera ebenso von jedem öffnen.

Man kann die Special Cam zwar mit einem Passwort sichern, sodass in der Regel niemand auf das System zugreifen kann. Die SD-Karte lässt sich jedoch auch leicht entnehmen, sodass im Falle eines Diebstahls alle Bilder wie weggeblasen wären. Aber wer würde nur die SD-Karte nehmen, wenn er doch auch gleich die ungesicherte Wildkamera nehmen kann?

Hinweis: Frankonia bietet mittlerweile auch die Seissiger Special Cam 3 im Set mit einem extra Stahlgehäuse an.

Welche Sicherheitsvorgänge sollten vorm Einsatz getroffen werden?

Wer die Seissiger Special Cam 3 Classic außerhalb des eigenen Gartens, beispielsweise zur Wildbeobachtung nutzen will, der sollte die Kamera in jedem Fall vernünftig sichern. Auf der Rückseite befindet sich eine Art Halterung, durch die der Baumgurt gezogen werden kann. Genau dort befindet sich auch eine weitere Halterung für ein Sicherungsschloß. Perfekt eignet sich dazu das Pyhton Kabelschloss, welches zwar nicht gerade günstig ist, aber glauben Sie uns, die Wildkamera wird damit bestimmt nicht geklaut. 

Alles schön und gut, jetzt kann niemand die Special Cam einfach stehlen. Allerdings lässt sie sich immer noch von jeder beliebigen Person öffnen, da mit dem Kabelschloss lediglich die Wildkamera am Baum gesichert wird. Seissiger hat aber auch hier wieder mitgedacht und rechts, die Seite zum Öffnen, mit jeweils zwei Ösen versehen, oben und unten. Diese sollte am besten mit zwei Schlössern gesichert werden.

Technische Daten der Seissiger Special Cam 3 Classic

Bilder können mit der Seissiger Special Cam 3 Classic in maximal 12 MP (4000 x 3000 Pixel) aufgenommen werden, wahlweise kann man auch zwischen 3, 5 und 8 MP wählen. Bilder in niedriger Qualität nehmen weniger Speicher ein. Zudem lassen sich bis zu drei Serienbilder aufnehmen. Videos lassen sich in 720P, also in Full-HD, wahlweise mit oder ohne Ton aufnehmen.

Die Zeit für Videos ist leider begrenzt, denn diese reicht nur für bis zu 30 Sekunden, was aber eigentlich optimal ist (sonst wäre der Speicher ja ruckzuck voll). Bei Nacht kommt dann der unsichtbare schwarz-LED-Infrarot-Blitz zum Einsatz. Der Infrarot-Blitz hat genau wie der Bewegungssensor eine Reichweite von bis zu 20 Metern. Bei dem Bildschirm handelt es sich um einen 2 Zoll Farb-TFT-Bildschirm, welcher in der Diagonale 5 cm misst.

Die Stromversorgung erfolgt mittels 12 AA-Batterien, mit denen im Standybetrieb eine Nutzungsdauer von bis zu neun Monaten und mehr erreicht werden kann, abhängig von der Nutzung, Temperatur und die Qualität der Batterien. Zudem steht noch ein 6V-Anschluss für eine Zusatzbatterie oder ähnliches zur Verfügung. Der 6V-Anschluss befindet sich unten links, parallel gegenüber dem USB-Anschluss.

Auf der Unterseite der Seissiger Special Cam 3 befinden sich zwei Schutzkappen, welche sich herausnehmen lassen um auch mit geschlossenem Gehäuse Zugang zum USB- und 6V-Anschluss zu haben. Die Schutzkappen dienen lediglich dazu, dass kein Wasser in das wetterfeste Gehäuse gelangen kann.

Foto1 - 3 Bilder pro Auflösung in max. 12 MP, wahlweise auch 3, 5 oder 8 MP
Video max. 30 Sek in 720P, QVGA, WVGA, mit oder ohne Ton
BildstempelDatum, Uhrzeit, Temperatur, Mondphase, Batteriezustand
DisplayFarb-TFT-Bildschirm, 2"
Blitzunsichtbarer 940 NM schwarz-Infrator-LED-Blitz
ReichweiteBlitz und Bewegungssensor bis zu 20 m
Standbybetriebbis zu 9 Monate und mehr
Stromversorgung12 AA-Batterien oder über 6V-Anschluss
AnschlüsseUSB und 6V
Speicherkapazität8 GB SD Karte, erweiterbar bis 32 GB
GehäuseCamouflage und wetterfest
Abmessungen14,7 x 12,2 x 8,4cm
Gewicht369 g
Zubehör12 AA-Batterien, 8 GB SD-Karte, USB-Kabel, Baumgurt

Das Display

Als erstes ist uns aufgefallen, dass die Qualität des 2″ Farb-Displays etwas zu wünschen übrig lässt. Zumindest was das Betrachten der Bilder und Videos angeht. Wenn wir im Setup der Kamera sind, können wir über den Bildschirm auch das Sehfeld der Wildkamera sehen. Sobald man die Special Cam auf eine eher dunkle Stelle richtet, sieht man sofort wie schnell die Kamera in den Nachtsichtmodus wechselt. 

Das Display zeigt das Bild nicht gerade klar, aber davon sollte man sich zunächst keines Weges abschrecken lassen. Auf dem Computer betrachtet, sind die Bilder der 12 MP Kamera gestochen scharf, was uns wirklich beeindruckt hat.

Um Einstellungen vorzunehmen ist das Display soweit optimal. Alles lässt sich gut erkennen, auch im Dunkeln. Im Hellen, während die Sonne auf das Display scheint wird es hingegen ein wenig schwerer. Hier sollte man dann zur besseren Erkennung ein wenig Schatten spenden. Bei normalen Lichtverhältnissen gibt es aber überhaupt keine Probleme. 

Die Menüführung der Seissiger Special Cam

Die Führung des Menüs ist bei der Seissiger Special Cam relativ einfach und übersichtlich. Man wird sich schnell an die Steuerung gewöhnen, so können Einstellungen sehr leicht und fix vorgenommen werden. 

Die Special Cam mit offenem Gehäuse. Bildquelle: wildkamera-tests.net

Auf der Innenseite haben wir zunächst einen Schalter, mit dem die Kamera ein- und ausgeschaltet werden kann. In der Mitte befindet sich der Punkt, mit dem wir in das Setup kommen und somit Einstellungen vornehmen können. Steht der Schalter jedoch auf „on“, so haben wir kein Zugriff auf die Einstellungen. Dazu müssen wir lediglich den Schalter auf „setup“ stellen.

Interessant ist auch, dass sich neben den Einstellungen auch die Bilder anschauen und verwalten lassen.

Neben dem Hauptschalter ist die Special Cam geziert mit vier Pfeiltasten zur Steuerung. Einer „Ok-Taste“ zur Bestätigung. Einer Taste zum Löschen der Bilder und einer um sich die vorhandenen Bilder und Videos anzusehen. Ebenso gibt es eine Taste mit dem Punkt „Menü“, welche uns sofort in das Hauptmenü der Wildkamera ankommen lässt.

Einstellungen

Im Menü angekommen sehen wir, dass das Hauptmenü unterteil in drei Kategorien ist: Kamera, Auslöser und System. Was sich genau hinter diesen Punkte verbirgt und was sich für Einstellungen vornehmen lassen, erfahren Sie im folgenden Text.

Kamera

Im Punkt „Kamera“ muss zunächst die unterste Pfeiltaste bedient werden um zu den Einstellungen zu springen. Zurück in die Auswahl der drei Hauptpunkte kommt man indem man wieder die Menütaste betätigt und mit den Pfeiltasten zum beliebigen Punkt navigiert.

In der Kamera-Einstellung bietet sich die Auswahl an Foto, Video oder Foto und Video zusammen. Außerdem können wir dort die Auflösung der Bilder und Videos ändern. Fotos können hier in 3, 5, 8 oder 12 MP geschossen werden. Insgesamt lassen sich bis zu drei Serienbilder schießen, hier kann man dann den Intervall auf kurz oder lang stellen.

Videos werden mit einer maximalen Länge von 30 Sekunden in 720p also Full-HD, QVGA oder WVGA aufgenommen. Wahlweise mit Ton oder ohne.

Das war es schon mit der Kamera-Einstellung. Relativ kurz und simpel, aber dafür sehr übersichtlich lassen sich hier die Einstellungen vornehmen.

Auslöser

Bei dem Punkt „Auslöser“ stehen uns einige interessante Einstellungen zur Verfügung. Hier lässt sich unter anderem die Empfindlichkeit des Sensores einstellen. Entweder auf niedrig, normal, stark oder ganz aus. Um Fehlauslösungen zu vermeiden, sollte man bei „normal“ bleiben. Ansonsten kann die Speicherkarte ziemlich schnell voll werden, vor allem wenn man die Kamera längere Zeit platziert haben will.

So würde man eigentlich denken, aber die Speicherkarte lässt sich automatisch überschreiben. Das heißt, wenn die Speicherkarte wirklich voll ist, werden die ältesten Aufnahmen gelöscht und durch die neuen ersetzt. Diese Funktion lässt sich im Punkt „System“ vornehmen und kann je nachdem wie man es haben möchte auch deaktiviert werden.

Ebenso haben wir im Punkt „Auslöser“ die Einstellungen zur Sensorpause, diese kann bis zu maximal 60 Minuten eingestellt werden. Unter Sensorpause versteht man die Zeit in der der Sensor ruht nachdem ein Foto oder Video aufgenommen wurde, sprich die Zeit nach einer frischen Aufnahme bis zu einer neuen Aufnahme.

Auch der Zeitraffer lässt sich hier einstellen, dieser reicht bis zur maximal 8 Stunden. Hilfreich ist vor allem auch der Timer, davon haben wir sogar gleich zwei. Mit dem Timer lässt sich genau einstellen von wann bis wann die Special Cam aktiv sein soll. Das bietet sich vor allem an, wenn die Wildkamera für längere Zeit aufgehängt werden soll. So werden nicht nur die Batterien geschont, sondern auch gleich der Speicher.

System

Im Punkt „System“ können wir dann die Uhrzeit und das Datum einstellen, diese Angaben werden dann übrigens auf dem Bildstempel zu sehen sein (insofern man ihn aktiviert). Die Blitzstärke lässt sich hier auch einstellen, entweder auf niedrig oder hoch.

Danach folgen nur noch grundlegende Einstellungen zur Wildkamera wie zum Beispiel das Formatieren der SD Karte, oder das Überschreiben. Außerdem besteht die Möglichkeit, das Modell wieder auf Werkseinstellungen zu setzen und sich die Geräte Info anzusehen.

Eine weitere extrem wichtige Einstellung ist das Benutzen eines Passworts, damit niemand anderes Zugriff auf das System bzw. die Aufnahmen der Seissiger Special Cam 3 hat. Die letzten beiden Einstellungen die man jetzt noch vornehmen kann ist die Auswahl der Sprache (nur deutsch oder englisch) und das Aktivieren oder Deaktivieren des Tastentons.

Die Seissiger Special Cam 3 in der Praxis

Im Wildkamera Test haben wir die Wildkamera von Seissiger in ein benachbartes kleineres Waldördchen aufgehangen, selbstverständlich mit Einverständnis des Försters. Dort gibt es eine wunderschöne Lichtung, auf der wir schon öfters Rehe gesehen haben. Ein super Ort also, um die Wildkamera zu testen.

Die Aufhängung mit dem Baumgurt

Wir haben die Wildkamera etwa in 1,60 Meter Höhe an einem Baum befestigt. Mit dem Gurt gab es auch keine Probleme, die Special Cam konnte optimal aufgehängt werden. Obwohl gesagt werden muss, dass wir erst ein paar Bedenken hatten, was die Aufhängung mit dem Baumgurt angeht.

Mit knapp 370 g ist die Special Cam sehr leicht, was auch sofort auffällt wenn man sie das erste Mal in den Händen hält. Allerdings ist das nur die Gewichtsangabe ohne Batterien, inklusive eingesetzten Batterien kommt man nämlich auf ein stolzes Gewicht von ca. 675 g, was ein wesentlicher Unterschied ist.

Der Gurt hat im Übrigen eine Maße von ca. 1,5 m, was ausreicht, um die Seissiger Special Cam auch an dickeren Bäumen zu befestigen. Bevor der Gurt allerdings durch die Vorrichtung gezogen werden kann, muss erst die komplette Schnalle auf einer Seite abmontiert werden. Hier stellte sich das erste Problem dar, womit wir nicht gerechnet hatten.

Die Schnalle wieder dran zu bekommen, stellte sich nämlich schwieriger als Gedacht heraus. Wer hier nicht geübt ist, der kann bei so einer Sache schnell einen heißen Kopf bekommen. Nichtsdestotrotz kommt man hier nicht drumherum, der Gurt tut aber was er soll und man kann ihn problemlos an die Dicke des Baumes anpassen.

Der Test

Zugegebenermaßen war es uns schon ein wenig heikel, die Special Cam 3 ohne große Sicherung einfach im Wald hängen zu haben. Zwar war alles mit dem Förster abgeklärt und es war auch eine recht ruhige Stelle, an der fast nie Menschen hergehen.

Allerdings bestand trotzdem die Chance, dass die teure Wildkamera gestohlen werden konnte. Uns war bei der Sache etwas mulmig und wir entschieden die Seissiger Special Cam 3 nach wenigen Tagen wieder abzuhängen und hofften dennoch auf interessante Aufnahmen.

Die ganze Zeit über hatte es stark geregnet und beeindruckend war, dass das wetterbeständige Gehäuse im Inneren staubtrocken war. Genau so sollte man es erwarten können bei so einer hochwertigen Wildkamera. Leider hatten wir nicht das Glück interessante Aufnahmen zu erzielen, was wirklich sehr schade ist.

Beim weiteren Wildkamera Test der Seissiger Special Cam 3 fiel auf, dass ein leises aber dennoch auffälliges Knackgeräusch wahrzunehmen ist, während die Wildkamera angeschaltet ist. Dieses Geräusch tritt auf, wenn die Wildtierkamera vom Foto-Modus in den Video-Modus wechselt, oder umgekehrt. Hier gibt es auch keinen Grund zur Sorge.

Im Dunkeln ist auch zu beobachten, wie der Black-Flash Blitz funktioniert. Sobald eine Aufnahme gestartet wird, sieht man die LEDs kurz rot aufblitzen. Das ist keineswegs zu vergleichen mit einem normalen Blitz, wie von einer richtigen Kamera. Der Blitz an sich ist nämlich unsichtbar.

Das leise Knacken beim Umschalten und das kurze aber dunkle Aufleuchten der LEDs ist völlig normal und erklärt auch, warum Tiere auf den Aufnahmen häufig in die Wildkamera schauen.

Auf dem folgendem Bild ist genau das sehr gut zu erkennen. Auch sieht man hier den Bildstempel sehr gut. Dieser zeigt das genaue Datum und die genaue Uhrzeit der Aufnahme. Sowie Mondphase und die Temperatur. Unten links sieht man den Hersteller, das „Branding“ von Seissiger lässt sich nicht entfernen. Einige Modelle verfügen aber über eine Funktion, mit der dort auch die eigenen Initialen angezeigt werden können.

Aufnahme mit der Special Cam 3
Na, wer ist denn so spät noch wach? Bildquelle: wildkamera-tests.net

Was ist besonders positiv zu erwähnen?

Besonders gut gefällt uns das schöne Design der Seissiger Special Cam 3, welches nicht nur gut aussieht, sondern dank der Camouflage Tarnung auch sehr unauffällig ist. Das Gehäuse fühlt sich auch sehr angenehm und hochwertig an, was selbstverständlich nur eine kleine Nebensache ist.

Das Gehäuse schützt das innere optimal gegen Witterung und interessant ist auch, die lange Haltbarkeit im Standbymodus – bis zu 9 Monate und mehr, das lässt sich sehen. Positiv zu erwähnen ist auch das übersichtliche Menü, somit sich Einstellungen schnell und einfach vornehmen lassen. Schnell hat man einen guten Überblick über all die Einstellungen. Die Bildqualität ist überragend gut, bei Tag und bei Nacht. 

Dass eine extra Speicherkarte und weiteres Zubehör, zur sofortigen Inbetriebnahme, mitgeliefert wird, ist ebenso ein großer Vorteil. Videos lassen sich in verschiedenen Formaten aufnehmen und man kann sogar zwischen gewünschter Qualität der Aufnahmen wechseln, um Speicher zu sparen. Auch ist die Speicherkarte überschreibbar, sodass der Speicher eigentlich niemals „voll“ werden kann.

Durchaus erwähnenswert ist auch der Timer, mit dem man bestimmen kann, wann die Seissiger Special Cam in Betrieb geht. Davon haben wir sogar gleich zwei. So kann man einmal die Laufzeit während der Tageszeit bestimmen und einmal während der Nacht. An Funktionen gibt es eigentlich alles was eine Wildkamera haben muss. Man kann auch die Empfindlichkeit einstellen, somit kann Fehlauslösern vorgebeugt werden.

Was gibt es auszusetzen?

Wie oben schon erwähnt, sollten für die langzeit Nutzung auf jeden Fall weitere Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden. Bei einem Modell in dieser Preisklasse, von rund 200 €, wäre es einfach zu schade, falls sie von Gelegenheitstätern oder korrupten Jägern gestohlen wird.

In jedem Fall sollte man hier auf Nummer sicher gehen und die Seissiger Special Cam mit einem extra Kabelschloss befestigen. Außerdem sollte sie mit zwei Vorhängeschlössern das Gehäuse extra geschlossen werden, da fremde ansonsten Zugriff auf die SD-Karte haben.

Die Verarbeitung ist super und relativ sauber, das ganze Gehäuse fühlt sich gut und sauber verarbeitet an. Bis auf den Öffnungsmechanismus, dieser sollte auf jeden Fall stabiler sein. Schon ein kleiner Ruck könnte reichen und man hat zwei Teile in der Hand. Passieren könnte dies auch, falls die Wildkamera im geöffnetem Zustand runterfällt. Hier sollte man auf jeden Fall behutsam sein und vor allem darauf achten, die Special Cam nicht zu ruckartig zu öffnen.

Über das Display lässt sich streiten, es tut was es soll und ist in erster Linie eigentlich sehr gut. Einstellungen lassen sich optimal erkennen. Jedoch durch die Kamera betrachtet fällt auf, dass das Display die 12 MP Qualität gar nicht wiedergeben kann. Um sich die vorhandenen Aufnahmen anzusehen, ist es aber ok, nicht perfekt aber auf jeden Fall ok. Da das Display genau das tut was es soll, gibt es hier soweit auch nichts weiter zu bemängeln.

Die Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile:

  • im Prinzip sofort bereit zum Einsatz
  • 8 GB SD-Karte, 12 x AA_Batterien und Baumgurt schon im Lieferumfang enthalten
  • kann auch ohne Computer benutzt werden
  • unauffälliges Gehäuse in Camouflage
  • sehr scharfe Aufnahmen
  • Anschluss für ein Stativ
  • leichte Menüführung, Einstellungen lassen sich schnell vornehmen
  • lässt sich mit einem Passwort schützen

Nachteile:

  • zur optimalen Sicherung sollte ein Kabelschloss erworben werden
  • sollte mit zwei Vorhängeschlösser „abgeschlossen“ werden, ansonsten könnte sie jeder öffnen
  • der Aufklappmechanismus ist ein wenig unstabil und könnte bei einem Sturz mit offenem Gehäuse abbrechen bzw. bei grober Öffnung
  • Display nicht das hochwertigste aber vollkommen optimal

Für wen ist die Seissiger Special Cam 3 geeignet?

Die Special Cam 3 aus dem Hause Seissiger ist für alle geeignet die auf der Suche nach einer einsatzbereiten Wildkamera sind. Bei vielen Modellen muss man sich zuerst um eine passende SD-Karte sowie Batterien kümmern. Ebenso verfügen auch nicht alle Modelle über einen Gurt zur Befestigung im Lieferumfang.

Das Problem ist mit dieser Wildkamera sofort abgeschafft, da hier alles enthalten ist, um die Special Cam zu nutzen. Wer bereit ist knappe 200 € auszugeben, der wird mit dem Kauf der Seissiger Special Cam 3 auf jeden Fall zufrieden sein. Wer also eine durchaus zuverlässige Wildkamera sucht, von der man noch sehr lange etwas haben kann, der ist mit diesem Modell genau richtig.

Fazit

Was soll man noch groß zur Seissiger Special Cam 3 Classic HD sagen? Die Wildkamera ist ein sehr hochwertiges Modell mit guter Qualität, dafür ist der deutsche Hersteller Seissiger auch bekannt. Natürlich hat die Special Cam auch ihre Defizite, aber das ist ganz normal, da diese häufig auch einfach nur reine Ansichtssache sind. An dieser Stelle sollte erwähnt werden, dass die Nachteile bei diesem Modell, noch nicht mal die Funktion beeinflussen. Das System ist super, die Qualität der Aufnahmen ist ebenfalls super und das Zubehör ist auch super.

Wir sind von der Seissiger Special Cam auf jeden Fall überzeugt. Wer eine durchaus zuverlässige Wildkamera mit Qualität an den richtigen Stellen sucht, der wird mit der Special Cam nicht enttäuscht werden. Mit einem Preis von knapp 200 € ist sie nicht gerade die günstigste, dafür bekommt man aber „deutsche Qualität“ auf hohem Niveau und reichlich Zubehör.

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